Allen Levi: Theo in Golden
Gesellschaftsromen
An einem Frühlingsmorgen erscheint Theo in der Kleinstadt Golden. Erbesucht das örtliche Café, in dem zweiundneunzig Bleistiftporträts an den Wänden hängen – Porträts der Menschen von Golden, gezeichnet von einem lokalen Künstler. Er beginnt, sie nach und nach zu kaufen und sie den »rechtmäßigen Besitzerinnen und Besitzern« zurückzugeben. Mit jedem Austausch wird eine Geschichte erzählt, eine Freundschaft gestiftet und ein Leben verändert. Und ein neues Geheimnis offenbart. Ein Roman, der vor Wärme strahlt.
Anousch Mueller: Lori
Familie
Thüringen, 1995. Auf einem verlassenen Bahnhof wächst Leni mit ihren fünf Geschwistern auf. Seit sie denken kann, spürt sie, dass etwas in ihrer Familie nicht stimmt. Als junge Frau macht sie sich auf die Suche nach dem Geheimnis, das ihr Leben prägt. Im Zentrum steht ihre Schwester Lori und die Frage, was mit ihr geschah. Die Suche nach Antworten führt sie bis in die frühen siebziger Jahre der DDR zurück. Anousch Muellers Roman "Lori" erzählt von einer Familie, die an den politischen Verwerfungen ihrer Zeit zu zerbrechen droht und von den Nachwirkungen des Unausgesprochenen, die sich durch die Generation der Kinder ziehen. Mit psychologischem Feingefühl erzählt Mueller eine Geschichte über Schuld und Verdrängung - und über den tastenden Versuch, Wahrheit zuzulassen.
Alex Capus: Querfeldein
Historisches
In einem Schweizer Dorf an der Grenze zu Deutschland führt vor hundert Jahren der junge Wirt Arnold einen Gasthof. Bunte Vögel und düstere Gestalten überqueren die Grenze, manche kommen auch nachts und querfeldein. Am Stammtisch sitzen die Witzbolde aus dem Dorf. Eines Tages naht eine Fremde hoch zu Ross durch den Schnee. Ihr Name ist Betty. Arnold heiratet sie und bekommt mit ihr acht Kinder. Das Leben nimmt seinen Lauf, bis sich die älteste Tochter Clara 1933 in einen Schmuggler namens Hermann verliebt. Der bringt die Uniformierten auf beiden Seiten der Grenze gegen sich auf. Es kommt zum Drama – und das Dorf erhebt sich gegen eine Großmacht.
John Ironmonger: Die Insel der Schimpansen
Unterhaltungsliteratur
Die Profiturnerin Angel aus dem beschaulichen Fischerdörfchen in Cornwall reist auf eine abgelegene Insel Tansanias, um die Sprache der Schimpansen zu erforschen – nicht aus der Distanz, sondern mitten unter ihnen, hoch oben in den Baumkronen des Urwalds. Und tatsächlich gelingt es Angel, ein Teil des Stammes zu werden, Freundschaft zu schließen mit dem fröhlichen Milo und sich in die Familie der anderen Forscher auf Samaki Island einzufügen. Doch als die Insel verkauft wird und die neuen Besitzer der Insel ihre ganz eigenen Pläne zu verfolgen scheinen, beginnt ein Kampf ums Überleben – zwischen Trophäenjagd und Naturschutz, Gier und Mitgefühl, Mensch und Natur.
Ingar Johnsrud: Blendfeuer
Politthriller (Ein Fall für Benjamin & Tong, Bd. 2)
Während des norwegischen Nationalfeiertags wird in Oslo ein Mann in einer Tiefgarage regelrecht hingerichtet. Gleichzeitig explodiert über der Ostsee ein Militärflugzeug, das acht ukrainische Soldaten einer Spezialeinheit an Bord hatte - ein Anschlag? Und hängen die beiden Vorfälle womöglich zusammen? Ein packender Thriller - brisant, hochaktuell und spannungsgeladen!
Stephan Lohse: Das Knistern im All
Coming-Of-Age-Roman
Matti, fünfzehn Jahre alt, Sohn reicher Eltern, ist auf Klassenfahrt. Zehnte Klasse, Amrum. Wattwürmer ausgraben, rumhängen am Strand, kiffen und küssen. Während dieser Tage erlebt Matti einen psychischen Zusammenbruch. Es ist, als würde er die Welt von unten sehen. In den Dünen erscheint ihm eine Antilope. Seine Freunde, Anna, Can und die anderen, helfen ihm. Ein Jahr später sieht er die Antilope noch immer und wird von seinen Eltern zur Therapeutin geschickt. Als er in der zwölften Klasse ist, kommt er in die Psychiatrie. Die letzten Schuljahre und eine Diagnose, die alles noch komplizierter macht: Stephan Lohse erzählt mit viel Empathie von psychischer Gesundheit, mit Witz und Poesie vom Jugendlichsein und Erwachsenwerden. Und davon, wie viel leichter es wird, wenn man bei alldem so gute Freunde hat wie Matti.
Frieda Hughes: George und ich
Unterhaltungsroman
Als Frieda Hughes nach einem Sturm in ihrem Garten ein verwaistes Elsternküken rettet, ahnt sie noch nicht, wie sehr der neue Mitbewohner ihren Alltag auf den Kopf stellen wird. Mit Neugier, Witz und grenzenloser Energie erobert George in Windeseile das Haus und das Herz der Künstlerin. Fasziniert sieht sie dabei zu, wie er die Welt um sich herum erkundet, erste Flugversuche startet und eine eigene Persönlichkeit entwickelt. Durch die Augen ihres gefiederten Freundes gewinnt sie nun unverhofft neue Klarheit über ihr eigenes Leben. Doch auch wenn sie es sich nicht eingestehen will, rückt der Tag immer näher, an dem die Elster das heimische Nest verlassen wird...Ein inspirierender Erfahrungsbericht für alle, die Trost in der Natur suchen und die Schönheit des Wilden im Alltag schätzen.
Alain de Botton: A Therapeutic Journey
Lebensberater
Niemand ist davor gefeit, im Laufe des Lebens aus der Bahn geworfen zu werden - sei es durch eine tiefe Erschöpfung, die sich im Alltag eingeschlichen hat oder durch eine akute psychische Krise. Alain de Botton hat einen empathischen Begleiter für diese herausfordernden Lebensabschnitte geschrieben: Wie gehen wir freundlich und fürsorglich mit uns um, wenn Besserung in weiter Ferne scheint? Welche kleinsten Veränderungen und Kniffe helfen, den entscheidenden Unterschied zu machen? Wie stärken wir unsere Resilienz? Wie finden wir unseren Weg aus der Krise? Von Zusammenbruch und Erkrankung bis hin zu Gesundung und Neubeginn: Alain de Botton führt durch die Phasen der Genesung und erinnert daran, dass wir nicht zögern sollten, uns Hilfe zu suchen, genauso wenig wie wir zögern würden, wenn wir eine Bronchitis oder Knieschmerzen hätten – wir sind in solchen Momenten nicht weniger liebenswert oder wertvoll
Annemarie Stoltenberg: Über die Trauer. Geschichten von Abschied, Trost und Hoffnung
Kurzgeschichten
Vielleicht ist es das persönlichste aller Gefühle: die Trauer. Und weil es so schwer ist, mit ihr umzugehen, wohnt der Literatur dabei eine besondere Kraft inne. Wenn wir in Romanen, Erzählungen, Gedichten oder Briefen vom Kummer lesen, kann es für den Moment bedeuten: Ich bin nicht allein. Das Gefühl der Verlorenheit löst sich auf im Wissen: Hier leidet ein Mensch wie ich.
Die Literaturkritikerin Annemarie Stoltenberg widmet sich den verschiedenen Seiten der Trauer und zeigt mit ihrer literarischen Auswahl, wie man Trost finden und Kraft schöpfen kann. Eine kommentierte Sammlung, die uns auf berührende Weise daran erinnert, jeden Moment des Lebens auszukosten. Mit Texten von Else Lasker-Schüler, Kurt Tucholsky, Astrid Lindgren, Christa Wolf, Julian Barnes und vielen anderen.
